Omega-3-Fettsäuren EPA, DHA und ALA: wissenschaftliche Wirkungsweise, optimale Dosierung, beste Lebensmittelquellen und wer von einer Supplementierung profitiert.
Omega-3-Fettsäuren sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren (PUFA), die der menschliche Körper nicht selbst synthetisieren kann — sie sind damit essentiell und müssen über die Nahrung zugeführt werden. Zu den drei wichtigsten Omega-3-Formen zählen:
EPA und DHA konkurrieren mit Arachidonsäure (Omega-6) um die Cyclooxygenase- und Lipoxygenase-Enzyme. Daraus entstehen weniger pro-inflammatorische Eicosanoide (Prostaglandine, Leukotriene der 2er- und 4er-Serie) und mehr entzündungshemmende Resolvine und Protectine.
Praktische Folge: Ein günstiges Omega-3/Omega-6-Verhältnis (Ziel: < 1:5, westliche Ernährung oft 1:15) reduziert chronische Entzündungslast.
DHA ist die wichtigste strukturelle Fettsäure im ZNS. Ausreichende DHA-Versorgung ist assoziiert mit:
DHA ist für die Gehirnentwicklung des Fötus essenziell. Die DGE empfiehlt schwangeren und stillenden Frauen 200 mg DHA zusätzlich zur normalen Zufuhr.
| Lebensmittel | EPA + DHA || |---|---| | Hering | 2.100 mg | | Makrele | 2.000 mg | | Lachs (Wildlachs) | 1.800 mg | | Sardinen | 1.500 mg | | Thunfisch | 900 mg | | Forelle | 700 mg |
Pflanzliche ALA-Quellen:
Bei Fischkonsum < 1–2 Portionen/Woche, veganer Ernährung oder erhöhtem Bedarf (Schwangerschaft, Herzerkrankung, Entzündungserkrankungen) ist Supplementierung empfehlenswert. Algenöl-Präparate (EPA + DHA aus Mikroalgen) sind eine valide vegane Alternative.
Qualitätsmerkmale bei Supplementen:
Omega-3-Fettsäuren gehören zu den am besten erforschten Nährstoffen mit breitem Wirkspektrum. Nutrion analysiert Ihre aktuelle Fettsäure-Versorgung und gibt evidenzbasierte Empfehlungen für Ernährung und Supplementierung.